Sense of Being Here
Designing Phygital Interactions · KISD-Ausstellung, Dezember 2017

Belege · 11
In der KISD-Ausstellung Sense of Being Here: Designing Phygital Interactions habe ich im Fachgebiet Designtheorie und -forschung drei phygitale Rauminstallationen mitentwickelt, die die Durchdringung räumlicher Sphären und sinnlicher Wahrnehmungen theoretisch wie praktisch untersuchen.
Die Verschränkung von VR-Umgebungen mit Sinneseindrücken des Real Life liefert zahlreiche Ansätze zur Aufhebung stereotyper Gegensatzpaare wie analog und digital oder materiell und immateriell. Die Installationen zeigen, dass Sehen, Hören und Fühlen keineswegs natürlich gegebene Fähigkeiten sind, sondern Effekte von Assemblagen, die durch unterschiedliche soziale, technologische und mediale Akteure formatiert werden. Erfahrbar wird diese Formatierung, indem die Installationen sie umstellen: Die erste verbindet Raum und Klang zu einer begehbaren Situation, Distorted Movement arbeitet mit dem vervielfachten Selbst, Twisted World verzieht die räumliche Orientierung. Umgesetzt wurden die Arbeiten mit Unity und Arduino.
Entstanden ist die Ausstellung unter der Leitung von Prof. Dr. Carolin Höfler gemeinsam mit Oliver Köneke und Hannes Hummel und mir; Simon Meienberg war als Teaching Assistant für die Ausstellungsgestaltung zuständig und hat die Ausstellung fotografisch dokumentiert. Gezeigt wurde sie am 8. und 9. Dezember 2017 an der KISD, Raum 11, Ubierring 40, Köln.
Die These von der Wahrnehmung als Effekt von Assemblagen habe ich im Lehrforschungsprojekt Beyond the Senses an der urbanen Erfahrung Venedigs weiterverfolgt und in Screen Spaces am Bild-Raum-Gefüge robotergeführter Operationen.